Was ist Osteopathie?

Nicht das Symptom ist das Problem. Das Problem ist das Problem. 

Ein Osteopath behandelt keine Krankheiten, sondern den Menschen als Ganzes.

Die osteopathische Behandlung schließt eine detaillierte Untersuchung von Kopf bis Fuß ein. Ich beginne immer mit der Beurteilung/Betrachtung/Analyse Ihrer Körperhaltung im Stand, dann folgen Bewegungstests im Stehen und Sitzen. Gegebenenfalls schaue ich mir Ihr Gangbild an.

Mit Hilfe dieser Tests kann ich im Anschluss an die Behandlung beurteilen, wie erfolgreich meine Behandlung war.

Sie bekommen dann von mir Übungen oder Empfehlungen um den Behandlungserfolg nachhaltig zu steigern. Vor allem bei Beschwerden, die schon lange bestehen, ist es nötig durch bestimmte Bewegungsübungen alte Bewegungsmuster abzubauen und neue zu erlernen.

Das Besondere osteopathischer Untersuchungen besteht darin, dass nicht nur das Muskel-Skelettsystem untersucht wird, sondern auch die Spannung im Bauch und Brustkorb. Bei erhöhter Spannung im Bauchraum z.B. passt sich der Körper automatisch durch eine Krümmung nach vorn oder zur Seite an, um möglichst keinen Schmerz zu spüren. Damit wir aber weiterhin geradeaus schauen können, muss es an anderer Stelle eine Gegenbewegung geben. Und so entsteht z.B. eine Skoliose (eine gekrümmte Wirbelsäule).

Die Vermittler zwischen den oben genannten Systemen sind das Faszien- und das Nervensystem.

Das Ziel einer osteopathischen Behandlung ist die Spannung im Körper auszugleichen, so dass die Flüssigkeiten frei fließen. Zur Heilung muss Körpergewebe gut durchblutet und durch die Venen- und Lymphbahnen gut entstaut werden können.

Das vegetative Nervensystem beeinflusst die Eng- oder Weitstellung der Blutgefäße und der Osteopath macht sich dies zu nutze, indem er an den drei Schaltebenen einwirkt: zentral am Gehirn, segmental an der Wirbelsäule und lokal am Schmerzpunkt.

Als Osteopath braucht man nicht nur ein feines Tastempfinden, sondern auch hochdetailliertes Wissen im Bereich der Anatomie und Physiologie um die Logik hinter den Beschwerden zu verstehen. Denn am Ende ist die Behandlungsstrategie wichtiger als eine einzelne Technik.